Landratsamt erlässt erneut Wasserentnahmeverbot | nordsachsen24.de

Landratsamt erlässt erneut Wasserentnahmeverbot

Landratsamt erlässt erneut Wasserentnahmeverbot (Foto: nordsachsen24.de)
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Eine ungeregelte und unbeschränkte Entnahme bedroht die vom Wasser abhängige Tier- und Pflanzenwelt und gefährdet die notwendige natürliche Selbstreinigung der Gewässer. Hinzu kommt, dass erfahrungsgemäß im Niedrigwasserfall an vielen Stellen, an denen Wasser abgepumpt wird, unerlaubte Staustellen oder Pumpensümpfe errichtet werden, um das Wasser zurückhalten, sammeln und ableiten zu können. Dadurch entstehen zusätzliche Störungen.

Auch Inhaber von wasserrechtlichen Genehmigungen zur Entnahme von Wasser aus oberirdischen Gewässern sind aufgefordert, sich an die auferlegten Bestimmungen zu halten. Diese beinhalten Einschränkungen für die Entnahme in Niedrigwassersituationen und sind an die Bedingung geknüpft, einen Mindestwasserabfluss sicher zu stellen.

Bis zum 30. September 2023 oder bis auf Widerruf ist eine ungeregelte Wasserentnahme mittels Pumpen aus oberirdischen Gewässern in Nordsachsen verboten. Die Untere Wasserbehörde wird in den Sommermonaten verstärkt unterwegs sein, um die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zu überwachen. Verstöße können mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet werden.

„Besonders in den kleineren Zuflüssen bestehen kritische Situationen bis hin zum Austrocknen der Quellgebiete“, sagt der für das Dezernat Bau und Umwelt zuständige 1. Beigeordnete des Landkreises Nordsachsen, Dr. Eckhard Rexroth. „Verschiedenste wirtschaftliche und öffentliche Nutzungen sowie die Aufrechterhaltung des Naturhaushaltes in unseren Gewässern sind vom Durchfluss bestimmter Wassermengen abhängig. Daher sind die nunmehr behördlich angeordneten Einschränkungen angemessen und im Interesse des Gemeinwohls erforderlich.“

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Von Reinhard Rädler
Reinhard Rädler ist freier Journalist in Taucha.
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