Im historischen Proviantmagazin in Torgau dreht sich am Wochenende 28. Februar und 1. März 2026 wieder alles um Frühblüher, Stauden und seltene Raritäten. Die 7. Torgauer Frühblüher-Ausstellung mit Pflanzenmarkt öffnet an beiden Tagen jeweils von 10 bis 17 Uhr. Die Firmengruppe Rösl ist nach eigenen Angaben erneut als Partner dabei.
Organisiert wird das Wochenende wieder unter maßgeblicher Mitwirkung von Dr. Harald Alex. Er begleitet die Frühblüher-Ausstellungen seit 2018 und hat die Idee als dauerhafte Ergänzung zum Gartenschau-Angebot in der Region vorangetrieben.
Für 2026 kündigen die Veranstalter eine Bestbeteiligung von über 40 Ausstellern sowie teilnehmenden Vereinen an. Geplant sind Ausstellung und Pflanzenmarkt, dazu Fachvorträge und begleitende Aktionen. Ein Bestandteil ist auch die Einbindung der Torgauer Innenstadt.
Genannt werden unter anderem ein Pflanzenverkauf durch regionale und überregionale Gartenbaubetriebe, eine große neu gestaltete Blumenschau Torgauer Floristen sowie Vorträge mit Praxistipps. Außerdem sollen historische Tänze und eine eigens kreierte Theater-Performance gezeigt werden. Torgauer Vereine bieten Speisen an. Zusätzlich ist eine Busfahrt zu den schönsten Frühblüher-Plätzen rund um Torgau angekündigt. Parkmöglichkeiten gibt es kostenfrei, der Parkplatz liegt laut Mitteilung etwa zehn Minuten entfernt.
Die Eröffnung am 28. Februar um 10 Uhr soll historisch begleitet werden: Als Figuren sind Dr. Johann Kentmann, Namensgeber des Kreiskrankenhauses sowie Arzt und Physikus, und Kurfürst August II. Teil des Auftakts. Dazu sind schottische Dudelsackmusiker angekündigt.
Neu ist 2026 laut Mitteilung außerdem die erstmalige Teilnahme einer Busreisegruppe aus dem Raum Frankfurt am Main/Taunus. Die Gruppe wird als Schneeglöckchen-Liebhaber - so genannte Galanthophile - beschrieben und besucht unter anderem den Vortrag von Hagen Engelmann mit dem Titel: „Warum sind die Galanthophilen so verrückt auf Schneeglöckchen?“
Die Stadt Torgau hat das Veranstaltungswochenende zum Einkaufswochenende erklärt. Eine Theaterperformance soll Blumenausstellung, Pflanzenmarkt und die Renaissance-Innenstadt miteinander verbinden. Die Frühblüher-Ausstellung wird 2026 laut Pressemitteilung von drei kreativen Torgauer Floristen gestaltet.
Die Firmengruppe Rösl will bei der Veranstaltung vor allem das Thema Bodenverbesserung setzen. Das Unternehmen betreibt unter anderem die Kiesgrube Zschepplin, ein Kompostwerk in Liemehna und baut den Rohstoff Leonardit in Regensburg in der Friedrich-Zeche ab. Leonardit wird laut Mitteilung im Garten- und Landschaftsbau sowie im privaten Garten als Bodenhilfsstoff eingesetzt. Genannt werden Eigenschaften wie das Speichern von Nährstoffen und Wasser sowie eine mögliche Unterstützung der Bodenbiologie.
Harald Alex habe bei Versuchen mit Leonardit dokumentiert, dass Bäume im Herbst rund 14 Tage länger grün bleiben als ohne Anwendung. Zudem sei der Stammdurchmesser um etwa drei Zentimeter größer gewesen. Auch Getreide wachse mit Leonardit besser und kräftiger, heißt es.
Neben der Pflanzenvielfalt soll 2026 auch Safran eine Rolle spielen. Vorgestellt wird die „Mitteldeutsche Safranstraße“, die in diesem Jahr mit Annaburg erstmals auch Sachsen-Anhalt einbezieht. Aus Annaburg werden dafür zwei Blumenmädchen sowie Kurfürst und Kurfürstin in traditionellen Gewändern angekündigt.
Veranstaltungsort ist das historische Proviantmagazin, Kurstraße 15 in Torgau. Der Eintritt beträgt 5 Euro pro Tag für Erwachsene, Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt. Die Öffnungszeiten sind am 28. Februar und 1. März von 10 bis 17 Uhr.
Rösl ist nach eigenen Angaben seit über 50 Jahren familiengeführt, beschäftigt über 100 Mitarbeiter und ist an Standorten in Bayern und Sachsen vertreten. Das Leistungsspektrum umfasst Erdbau, Abbruch, Transporte, Entsorgung und Recycling sowie Steine und Erden. Dabei wolle das Unternehmen Wirtschaft und Natur in Einklang bringen.