Weniger Schneefangzäune im Landkreis | nordsachsen24.de

Weniger Schneefangzäune im Landkreis

Schneefangzäune werden im Landkreis nur noch selten aufgestellt - Aufwand und Personalkosten sind zu hoch. (Foto: privat)
Schneefangzäune werden im Landkreis nur noch selten aufgestellt - Aufwand und Personalkosten sind zu hoch. (Foto: privat)
Schneefangzäune werden im Landkreis nur noch selten aufgestellt - Aufwand und Personalkosten sind zu hoch. (Foto: privat)
Schneefangzäune werden im Landkreis nur noch selten aufgestellt - Aufwand und Personalkosten sind zu hoch. (Foto: privat)
Schneefangzäune werden im Landkreis nur noch selten aufgestellt - Aufwand und Personalkosten sind zu hoch. (Foto: privat)

Große Schneeverwehungen auf der K7422 zwischen Taucha und Pönitz sowie im weiteren Verlauf nach Liemehna haben in dieser Woche bei Autofahrern für Aufmerksamkeit gesorgt. Eine Leserin wandte sich deshalb mit einer konkreten Frage an nordsachsen24.de: Sind in diesem Winter weniger Schneefangzäune an den Kreisstraßen aufgestellt worden?

Straßenbauamtsleiter Uwe Schmidt bestätigt: Die Zahl der Schneezäune im Landkreis Nordsachsen ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Derzeit gebe es rund 30 Kilometer Schneefangzäune. Vor fünf Jahren seien es noch etwa zehn Kilometer mehr gewesen.

Besonders deutlich wird die Veränderung an der von der Leserin angesprochenen K7422. Der Zaunabschnitt zwischen Taucha und Pönitz sei nach einem Neubau nicht wieder aufgestellt worden, so Schmidt. Gerade dort waren in dieser Woche starke Verwehungen zu beobachten. Auf freiem Feld kann Schnee bei passender Windrichtung schnell auf die Fahrbahn getrieben werden, wenn keine Barriere den Wind bremst.

Als Grund für die Reduzierung nennt der Straßenbauamtsleiter das Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Insbesondere die milden Winter der zurückliegenden Jahre hätten zu einer Anpassung geführt. Zudem sei das Aufstellen der Zäune personal- und kostenintensiv.

Wo Schneefangzäune errichtet werden, entscheiden nach Angaben des Straßenbauamts die Straßenmeistereien. Die Standorte würden anhand von Erfahrungswerten festgelegt, also dort, wo es in der Vergangenheit regelmäßig zu Verwehungen gekommen sei oder besonders anfällige Strecken bekannt sind.

Grundsätzlich können Schneefangzäune Verwehungen entgegenwirken. Schmidt betont allerdings, dass ihre Wirkung von Wetterlage und Windrichtung abhängt. Sie könnten Schnee erfolgreich abfangen, aber nicht grundsätzlich verhindern, dass Schnee dennoch auf der Straße landet. So sei jeder Verkehrsteilnehmer angehalten, bei Schnee und Eis seine Fahrweise entsprechend anzupassen.


Daniel Große
Daniel Große
Daniel Große arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die unsere Region bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus den Rathäusern und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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© taucha.media, Daniel Große.
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