Masterplan Infrastruktur rund um den Flughafen Leipzig-Halle: Das sind die Einzelmaßnahmen | nordsachsen24.de

20.12.2023 17:59
20.12.2023 17:59

Masterplan Infrastruktur rund um den Flughafen Leipzig-Halle: Das sind die Einzelmaßnahmen

An der Kreisstraße 7422 zwischen Taucha und Liemehna soll ein Radweg entstehen. (Foto: Daniel Große)
An der Kreisstraße 7422 zwischen Taucha und Liemehna soll ein Radweg entstehen. (Foto: Daniel Große)
An der Kreisstraße 7422 zwischen Taucha und Liemehna soll ein Radweg entstehen. (Foto: Daniel Große)
An der Kreisstraße 7422 zwischen Taucha und Liemehna soll ein Radweg entstehen. (Foto: Daniel Große)
An der Kreisstraße 7422 zwischen Taucha und Liemehna soll ein Radweg entstehen. (Foto: Daniel Große)

Ganze 45 Millionen Euro macht der Freistaat Sachsen für die infrastrukturelle Förderung der Regionen rund um den Flughafen Leipzig-Halle locker. Wir stellen die Einzelmaßnahmen vor.

Die Realisierbarkeit der Einzelmaßnahmen hänge von dem jeweiligen Planungsstand ab. Hierfür wurden im Masterplan Zeitbereiche definiert. Zu den genauen Planungen und Realisierungszeiträumen gibt es zu gegebener Zeit entsprechende Mitteilungen. nordsachsen24 wird berichten.

Jesewitz

Im Jesewitzer Ortsteil Gordemitz soll ein Gehweg entlang der B87 errichtet werden. Aktuell besteht dort keine Möglichkeit gefahrlos zu laufen, weil die Fahrbahn oder das Bankett genutzt werden muss. Dieser Umstand soll nun mit der Förderung behoben werden. Auf 600 Metern soll der Fußweg gebaut werden. Kosten: Rund 680.000 Euro.

Ebenfalls in Jesewitz soll eine Radverbindung außerorts zwischen Groitzsch und Gotha, zwischen Gotha und Gostemitz sowie zwischen Gostemitz und Bötzen entstehen. Geplant werden drei Bauabschnitte, welche sich im Anfangsstadium der Planungsphase befinden. Es handele sich hier um 1,8 Kilometer Radwege, die neu gebaut werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1,8 Millionen Euro.

Krostitz

Die Waldstraße bei Zschölkau befindet sich in einem Wohngebiet. Anwohner und Mitarbeiter sowie Kunden eines ansässigen Unternehmens befahren sie. Die Straße ist stark sanierungsbedürftig, der Gehweg teils unbefestigt und ist darum für Fußgänger nur teilweise nutzbar. Auf 300 Metern soll der Zustand nun verbessert werden, was rund 155.000 Euro kosten soll.

In Zschölkau soll die Straße „Am Lober“ erneuert werden. Diese Stichstraße ist ein unbefestigter Straßenabschnitt, der im Zuge von Arbeiten am Entwässerungssystem befestigt und saniert werden soll. Es handelt sich hier um rund 100 Meter Gemeindestraße, die für 130.000 Euro saniert werden sollen.

Im Krostitzer Ortsteil Pröttitz soll der August-Bebel-Ring inklusive der Parkflächen saniert werden. Er wird vorrangig von Anwohnern befahren. Aufgrund eines ungünstigen Steigungswinkels der Bundesstraße 2 soll die Straßenanlage optimiert und in diesem Zuge saniert werden. Durch Neuansiedlungen am August-Bebel-Ring ist ein Bedarf an weiteren Parkflächen vorhanden und soll ebenfalls in der Sanierungsplanung berücksichtigt werden. Auf 300 Meter soll die Straße für rund 130.000 Euro erneuert werden.

Im Ortsteil Beuden soll an der Mocherwitzer Straße ein Gehweg gebaut werden. In den vergangenen Jahren gab es hier zahlreiche Neuansiedlungen. Etwa 500 Meter Gehweg sollen entstehen, was um die 75.000 Euro kosten wird.

Rackwitz

Zwischen Rackwitz und Krostitz soll auf der Leipziger Straße, die in die Rackwitzer Straße übergeht (von West nach Ost) eine Radwegeverbindung geschaffen werden. Dabei handele es sich um ein Gemeinschaftsprojekt beider Gemeinden, die sich die Kosten für Planungsleistungen und Umsetzung teilen würden, steht im Masterplan zu lesen. Insgesamt handele es sich um 400.000 Euro Investitionskosten für rund 3,6 Kilometer Radweg.

Rund 6 Millionen Euro Planungsleistungen sollen in eine Machbarkeitsuntersuchung gesteckt werden, um das Gewerbegebiet Rackwitz sowie die Ortslage Rackwitz in Richtung Norden an die Bundesstraße 184 anzubinden.

Zudem soll die Leipziger Straße in Rackwitz mit lärmminderndem Asphalt saniert werden. Die Straße leidet unter dem hohen Durchgangsverkehr. Etwa 300.000 Euro werde dies für die 1,4 Kilometer kosten.

Schkeuditz

Mit dem Rad zum Flughafen: Direkt am Airport befindet sich die Staatsstraße 8A. Von dem Bestandsradweg an der Staatsstraße 8A soll eine Radwegverbindung bis zum Zentralbereich am Flughafen Leipzig/Halle gebaut werden. Es handelt sich um rund 2,1 Kilometer neu zu bauenden Radweg für etwa 800.000 Euro.

Der nördliche Bahnseitenweg des S-Bahn Haltepunktes Schkeuditz-West soll zudem in Richtung Beuditz (Sachsen-Anhalt) befestigt und für den Radverkehr ertüchtigt werden. Ebenfalls bedürfe es der Ertüchtigung des südlichen Bahnseitenwegs in Richtung Airportpark/ Großkugel. Diese Maßnahme koste 500.000 Euro auf einem etwa 1,3 Kilometer langen Abschnitt.

Besserung für Plane Spotter: Die Stadt Schkeuditz plant im Bereich des Besucherhügels Flughafen eine Querung der vorhandenen Verkehrsanlage für Fußgänger und Radfahrer. Zusätzlich soll entlang der Ernst-Thälmann-Straße der Radweg saniert werden, welcher sich momentan in einem schlechten Zustand befinde. Entwurfs- und Genehmigungsplanungen seien bereits vorhanden. Rund 315.000 Euro werden für diese Maßnahme auf drei Kilometern investiert.

Kleine Verkehrsumgehung für Schkeuditz: Zwischen der Staatsstraße 8 im Norden und der Kreisstraße 7470 im Süden soll die Altscherbitzer Straße so ausgebaut werden, dass sie als Umgehung der Ortslage Schkeuditz fungieren kann. Die soll die Verkehrsbelastung in der Stadt mindern. An der Altscherbitzer Straße soll außerdem eine straßenbegleitende Radwegeverbindung gebaut werden. Rund 8,8 Millionen Euro werde dies kosten. Die Abschnittslänge betrage 1,2 Kilometer.

Die Poststraße in Schkeuditz soll leistungsfähiger gestaltet werden, um die benachbarte Staatsstraße 1 zu entlasten. Mit der Anbindung an das angrenzende Gewerbegebiet besitze die Poststraße einen hohen Schwerverkehrsanteil. Aus diesem Grund sei die Herstellung der Vierstreifigkeit und eine Einbindung zweier Lichtsignalanlagen vorgesehen. Dies koste auf 1,1 Kilometern rund 250.000 Euro.

Auch der Bereich Radefelder Allee der Staatsstraße 8 soll zu einer 4 streifigen Verkehrsanlage ausgebaut werden. In diesem Zusammenhang sei der bedarfsgerechte Aus-/ Umbau der Knotenpunkte und Lichtsignalanlagen im Umfeld vorgesehen. Stolze 18 Millionen Euro soll dies auf 2 Kilometern Länge kosten.

Im Zusammenhang mit dem Knotenpunktausbau Hans-Grade-Str./ Bundesstraße 6 soll der Zufahrtsquerschnitt zum KV-Terminal durch eine 2-streifige Neubaustrecke ertüchtigt werden. Im Hinblick auf den steigenden Schwerverkehrsanteil durch die KV-Terminal-Erweiterung trägt der Neubau der verkehrlichen Infrastruktur somit zu einer gleichmäßigeren Verteilung des Verkehrs bei. Auch der dazugehörige Knotenpunkt Hans-Grade-Str./ Bundesstraße 6 soll entsprechend angepasst werden. Rund 6 Millionen Euro werden hierfür für 1,2 Kilometer Strecke veranschlagt.

Radefeld

Die Gemeindestraße Stämmerweg soll ausgebaut und teilweise neu gebaut werden. Zusätzlich soll die Infrastruktur für Radwege und den öffentlichen Personennahverkehr entstehen und für eine Entlastung der Ortslage Radefeld und der benachbarten Wohngebiete sorgen. Durch den Ausbau werde zusätzlich das Gewerbegebiet am Stämmerweg angebunden. Die Maßnahme umfasse 1,5 Kilometer Straße und koste rund 5,5 Millionen Euro.

Taucha

Zwischen Taucha und dem Ortsteil Pönitz soll ein straßenbegleitender, gemeinsamer Geh- und Radweg im Zweirichtungsverkehr entlang der Kreisstraße 7422 gebaut werden. Mit der Umsetzung der Maßnahme werde das Ziel verfolgt, das Radwegenetz zu verdichten, Lücken zu schließen und das Angebot für die Radverkehrsinfrastruktur zu erweitern. Der Radweg wird seit längerem geplant, er ist im Radwegeplan des Landkreises Nordsachsen eingestellt. Für rund 5,2 Kilometer Radweg werden Kosten von etwa 1 Million Euro veranschlagt.

Auch zwischen Taucha und dem Ortsteil Plösitz soll ein neuer Geh- und Radweg entlang der Kriekauer Straße entstehen. Gegenwärtig würden die Planungsunterlagen überarbeitet sowie die entsprechenden Fördermittel über die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger (FRL-KStB) beantragt. Der Radweg gelte als wichtiger Lückenschluss im vorhandenen Radwegenetz. Rund 280.000 Euro kosten die etwa 1,1 Kilometer Geh- und Radweg.

Entlang der Wurzner Straße soll ein neuer Geh- und Radweg entstehen. Seitens der Stadt Taucha besitze dieses Vorhaben eine hohe Priorität, da die Wurzner Straße auch als Schulweg dient. Es geht hier um rund 800 Meter Weg für etwa 375.000 Euro.

Im Ortsteil Dewitz soll ein neuer Radweg entstehen. Geplant sei von der Stadtverwaltung die grundhafte Sanierung der Dewitzer Straße, dabei soll
dann auch ein Radweg integriert werden. Die vorhandene Verkehrsanlage weißt erhebliche Defizite durch Kopfsteinpflaster auf. Anwohner und die Kita könnten von dieser Maßnahme in hohem Maße profitieren. Parkende Fahrzeuge erschweren aktuell den Durchgangsverkehr. Auch dieser Umstand soll verbessert werden. Rund 800.000 Euro kostet dies auf rund 200 Metern.

Zwischen Plösitz und Panitzsch soll ein neuer Radweg entstehen, die Stadt Taucha und die Gemeinde Borsdorf planen hier gemeinsam, die Planungen würden voraussichtlich 2024 fortgeführt, heißt es im Masterplan. Es geht um etwa 1,6 Kilometer Radweg, der wohl um die 2,6 Millionen Euro kosten soll.

Beleuchtung für die „Hölle”: In Seegeritz soll der Geh-/ Radweg, der durch einen Waldabschnitt, die so genannte „Hölle” verläuft, beleuchtet werden. Dieser Abschnitt fungiert größtenteils als Schulweg und ist daher für die Kommune von hoher Priorität. Vor allem bei Dunkelheit ist dieser Weg schwer begehbar und soll durch eine Beleuchtung attraktiver gestaltet werden. Bereits nach der Sanierung des Seegeritzer Dorfteiches hatte Bürgermeister Tobias Meier diese Möglichkeit in Aussicht gestellt. Auf rund einem Kilometer soll der Weg beleuchtet werden. Dies werde etwa 40.000 Euro kosten.

Der bereits beschlossene und in Planung befindliche Ausbau des Knotens Seegeritzer Straße / Alte Salzstraße im Ortsteil Merkwitz soll auch von der Förderung profitieren. Der Gehweg soll einen barrierefreien Zugang bekommen und die Straßenentwässerung erneuert werden. Der Knotenpunkt ist eine wichtige Radwegeverbindung zwischen Merkwitz und Pönitz. Rund 400.000 Euro werde dies kosten.

Im weiteren Verlauf der Alten Salzstraße sind ebenso Sanierungen geplant. Dieser Straßenabschnitt befinde sich in einem schlechten Zustand.

Zusätzlich soll die Schulgasse in Merkwitz ausgebaut werden. Die Anliegerstraße ist derzeit unbefestigt. Hier geht es um rund 500 Meter, die nun für 650.000 Euro saniert werden.

Zwischen Merkwitz und Seegeritz soll die Hauptstraße aufgrund des schlechten Zustandes auf rund 800 Metern ausgebaut werden. Straßenbegleitend würde zudem ein gemeinsamer Geh- und Radweg geplant. Dies kostet etwa 650.000 Euro.

Die Brücke über die Parthe auf der Kreisstraße 7422 in Plösitz zwischen Winneberg und Bergstraße soll neu gebaut werden. Ein Teil der Planungen sei bereits abgeschlossen. Etwa 1,5 Millionen Euro werden hierfür veranschlagt. Rund 650.000 Euro koste dies auf 500 Metern Länge.

Wiedemar

Geplant ist der Neubau einer Radwegeverbindung zwischen der Gemeinde Wiedemar und dem Ortsteil Zwochau, über den Ortsteil Kölsa verlaufend. Im Westen soll die Verkehrsanlage an einen bereits bestehenden Radweg anschließen. Im Ortsteil Zwochau ist der Anschluss an die Staatsstraße 2 vorgesehen. Insgesamt beträgt die Länge rund 2,7 Kilometer. Die Kosten belaufen sich auf 850.000 Euro.

In Zwochau soll die Leipziger Straße grundhaft ausgebaut werden. Der Übersichtsplan inklusive Flächenberechnung und Flurstücken sei vorhanden. Mit Umsetzung der Maßnahme solle die Lebensqualität der Anwohner der Leipziger Straße gesteigert werden. Für die knapp 900 Meter seien Kosten von etwa 850.000 Euro eingeplant.

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Daniel Große
Daniel Große
Daniel Große arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die unsere Region bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus den Rathäusern und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.
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© taucha.media, Daniel Große.